
Veranstalter und Gäste schwärmten vom dreitägigen "Topevent“ in Rheinhausen
Oberhausen-Rheinhausen (ber). Brasilianische Temperaturen herrschten in Rheinhausen. Dazu gab es brasilianische Temperamente, brasilianische Trompetenklänge und brasilianische Tanzeinlagen. Beim dreitägigen Musikfest ging auf dem Zeltvorplatz bei sengender Sonne ein musikalisches Feuerwerk ab: entzündet von der südamerikanischen Marching-Band „Lyra Tatui“. Direkt am Rheinufer verzauberten die 42 jungen Musiker unter der Leitung von Silvia und Adalto Soares die Besucher.
Die Akteure in den brasilianischen Nationalfarben Grün, Gelb und Blau zeigten den Deutschen, was es heißt, mit Musik im Blut auf die Welt gekommen zu sein. Rheinhausen durfte einen Querschnitt der brasilianischen Hochkultur genießen. Was da am Rheinufer zu hören und zu sehen war, riss Jung und Alt mit: eine Show überschäumender Lebensfreude und eine Demonstration brillanten musikalischen Könnens. Ins Badische brachte die "Lyra Tatui", die Brassband, die nur aus Blechblasinstrumenten und Schlagwerk besteht, auch ein Stück Exotik. Die jungen Leute funktionieren Muscheln zu Klangkörpern um, singen, tanzen und steppen, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Niemand braucht Notenblätter.
Immer wieder versteht es die "Einigkeit", Besonderheiten zu bieten und vor allem Rheinhausen als "Musikhochburg" in Szene zu setzen. Mit vielen tollen Ideen bringen die Verantwortlichen die ganze Gemeinde auf die Beine. Die hochmotivierte Mannschaft um Vereinschef Peter Brand garantiert ein erstklassiges Musikfest: mit Blasmusik, international, modern und traditionell, mit Schlagermusik, Rock, Pop und Hardrock.
Etliche Gastvereine, die zum "Freundschaftsspielen" angereist kamen, machten mit erlesenen Darbietungen der "Einigkeit" ihre Aufwartung. Zur Unterhaltung trugen auch das eigene Orchester unter Helmut Hambsch und die neuformierte Jugendkapelle bei. Mit "Rock am Rhein" hatte das kulturelle Topereignis begonnen. Zu den Glanzlichtern, die über dem Rhein leuchteten, gehörte die von rund 700 Fans begeistert empfangene und bejubelte Kult-Gruppe "Master Fuse". Ja, wer am Samstag und Sonntag kam, schwärmte vom "Topevent".
Am dritten Tag stand das beliebte "Wellfleisch- und Hausmacheressen“ auf dem Programm. Dazu bot die „Bierwursteband“ flotte Unterhaltungsmusik. Nachmittags kamen die Rheinhäuser Kindergartenkinder, die Tanz-AG der Grundschule und die Blockflötenkinder. Zum Festausklang gab eine Mordsgaudi: eine Schlauchbootregatta der Ortsvereine auf dem Rhein. Nach dem Wettbewerb sorgte im riesigen Festzelt die 13köpfige Gesangs- und Showgruppe "Neue Revue" für eine super Partystimmung.