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Umwelt- und Naturschutz

ž 24a Biotope
Nach ž 24a Naturschutzgesetz (NatSchG) haben Biotope einen besonderen Schutzstatus, wenn sie bestimmte Merkmale besitzen, wie z.B. das Vorkommen sogenannter Leitarten, eine festgelegte Mindestgr÷▀e oder allgemeine Artenzusammensetzung. Nach dem Naturschutzgesetz sind alle Handlungen, die zu einer Zerst÷rung oder erheblichen oder nachhaltigen Beeintrńchtigung der besonders geschŘtzten Biotope fŘhren k÷nnen, verboten.
Auf Gemarkung Oberhausen-Rheinhausen befinden sich derzeit 296 Biotope mit einer Gesamtflńche von 152,8071 ha, die nach ž 24a Naturschutzgesetz geschŘtzt sind.

NATURA 2000
Die Staaten der Europńischen Union wollen die biologische Vielfalt in Europa bewahren und haben 1992 sogenannte FFH-Richtlinien fŘr den Aufbau eines Netzes natŘrlicher und naturnaher Lebensrńume zum Erhalt gefńhrdeter Tier- und Pflanzenarten beschlossen. Lebensrńume von europńischer Bedeutung aus verschiedenen geographischen Regionen der EU werden hierfŘr miteinander verknŘpft und bilden zusammen mit den Gebieten der EU-Vogelschutzrichtlinie das europńische Schutzgebietssystem NATURA 2000. Von den EU-Staaten wurden diese Gebiete gemeldet und im Anschluss durch die EU-Kommission gewńhlt. In einer dritten Phase mŘssen die ausgewńhlten Gebiete mit nationalen Mitteln dauerhaft gesichert und Řberwacht werden. Es besteht grundsńtzlich ein Verschlechterungsverbot, d.h. der heutige Zustand der NATURA 2000- Gebiete soll erhalten bleiben. Vorhaben, die ein Gebiet erheblich beeintrńchtigen k÷nnen, bedŘrfen einer VertrńglichkeitsprŘfung. Soweit sich hierbei zeigt, dass mit erheblichen Beeintrńchtigungen zu rechnen ist, sind Vorhaben nur dann zulńssig, sofern keine zumutbaren Alternativl÷sungen vorhanden sind und sie aus zwingenden GrŘnden des ÷ffentlichen Interesses notwendig sind. Planungen, die sich nicht nachteilig auf die Erhaltung eines Lebensraumes oder einer Art auswirken, sind weiterhin zulńssig.

Der Anteil der NATURA 2000- Flńchen in Oberhausen-Rheinhausen betrńgt ca. 75 % der Gesamtflńche, das entspricht 1.417 ha. Der hohe Flńchenanteil der Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen erklńrt sich dadurch, dass die Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen am Rhein liegt und die Rheinauen einen einzigartigen Lebensraum im europńischen Schutzgebietssystem darstellen. Zudem befinden sich auf der Gemarkung Oberhausen-Rheinhausen bedingt durch die Rheinnńhe, ausgedehnte Wasserflńchen in Form von Kiesgruben und Grabensystemen. Des weiteren geniest das Naturschutzgebiet Wagbachniederung als Vogelschutzgebiet internationale Bedeutung.

Flńchenhaftes Naturdenkmal (FND)

Ein Gebiet mit einer Flńche bis zu 5,0 ha kann durch eine Verordnung als Flńchenhaftes Naturdenkmal unter Schutz gestellt werden, wenn ńhnlich wie bei Naturschutzgebieten, ÷kologische GrŘnde dafŘr sprechen, die Sicherung von Lebensgemeinschaften bestimmter Tier- und Pflanzenarten verfolgt wird und die Eigenart, Seltenheit oder landschaftstypische Kennzeichung dies erfoderlich machen. Die Verordnung regelt den Schutzgegenstand und den Schutzzweck, die Verbote, zulńssige Handlungen sowie die Schutz- und Pflegema▀nahmen .

Flńchenhafte Naturdenkmale (FND) in Oberhausen-Rheinhausen

"Domkapitelswiesen"
Die Domkapitelswiesen haben eine Flńche von ca. 2,2 ha. Es handelt sich um ehemalige Ziegeleigruben, die sich nach ihrer Ausbeutung im Laufe der Jahre zu einem ÷kologisch hochwertigen Feuchtgebiet entwickelt haben. Das Gebiet hat Bedeutung fŘr Purpurreiher, Zwergdommel, Rohrweihe, Blaukehlchen und Drosselrohrsńnger. Des weiteren finden sich Amphibienarten wie Wechselkr÷te, Kreuzkr÷te und Knoblauchkr÷te.

"Wiese am Erlichsee"
Im mittleren Bereich des FND befindet sich eine Feuchtwiese. Am Baggerseeufer ist ein gut ausgebildeter Schilfr÷hrichtgŘrtel, der landwńrts in Silberweidenbestńnde Řbergeht.
Die Flńche ist Brut- und Rastgebiet teilweise gefńhrdeter Vogelarten wie z.B. Kiebitz, Wiesenpieper, Blaukehlchen, Zwergschnepfe, Drosselrohrsńnger, Feldlerche und GrŘnschenkel.
Amphibienarten wie Wechselkr÷te, Kreuzkr÷te, Knoblauchkr÷te und Reptilien wie die Ringelnatter sind dort anzutreffen.
Die "Erlichseewiese" hat eine Flńche von ca. 3,3 ha.

"Sandgrube am Sermsgewann"
Mischwald, der geprńgt ist durch Silberweiden und Robinien. Im mittleren Bereich des FND`s wurde vor 20 Jahren ein Teich angelegt. Des weiteren befindet sich ein schilfbestandener Graben im Gebiet.
Unter der Vogelarten finden sich Teichrohrsńnger, Rohrammer, Nachtigall und M÷nchsgrasmŘcke. Amphibienarten wie Wasserfrosch, Erdkr÷te, Knoblauchkr÷te und Kreuzkr÷te und Reptilien wie Ringelnatter und Blindschleiche sind dort anzutreffen.
Die "Sandgrube am Sermsgewann" weist eine Flńche von ca. 2,0 ha auf.

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Energiesparf÷rderung Baden-WŘrttemberg

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