Corona Ausgangssperre ab 21:00 Uhr

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,

durch das Urteil des VGH Baden-Württemberg wurde die nächtliche Ausgangssperre für das Land Baden-Württemberg aufgehoben. Gleichzeitig hat das Gericht jedoch dem Grunde nach die Rechtmäßigkeit einer Ausgangssperre bei hohen Fallzahlen anerkannt, sofern diese regional beschränkt ist. Das Land Baden-Württemberg hat daher den Landkreisen mitgeteilt, dass sie bei einer Inzidenz von mehr als 50 eine solche ab 21:00 anordnen sollen. Voraussetzung dafür ist neben dem Wert auch eine diffuse Situation, aus der ein konkreter Ausbruchort der Coronaausbreitung nicht abzuleiten ist. Ergänzend muss diese Verfügumg auch darlegen, wie damit die Ausbreitung des Virus eingeschränkt werden kann. 
Im Hinblick darauf hat der Landkreis eine Allgemeinverfügung verkündet, die eine Ausgangssperre ab 21:00 Uhr vorsieht. Diese finden Sie hier.

Wir hoffen alle, dass wir bald den 50er Wert unterschreiten werden und damit die Verfügung automatisch außer Kraft tritt.

Ihr Martin Büchner

  
 

Lebenslagen: Oberhausen-Rheinhausen

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Raubüberfälle und Trickbetrug

Unabhängig davon, ob auf einer "Kaffeefahrt" oder an der eigenen Haustür. Immer wieder werden Bürgerinnen und Bürger, vor allem aber Seniorinnen und Senioren, Opfer von Trickbetrügern.

Wenn Unbekannte Sie bitten, Ihnen einen großen Geldschein zu wechseln, sollten Sie ebenso vorsichtig sein, wie bei Unbekannten, die sich als Amtspersonen ausgeben und private Daten von Ihnen erfragen wollen. Hinterfragen sollten Sie auch Situationen, in denen Fremde vorgeben, Ihre Hilfe zu benötigen. Dabei sind Diebe und Betrüger äußerst erfinderisch und täuschen zum Beispiel vor, ein Glas Wasser für die Einnahme einer Tablette oder Stift und Papier für eine Nachricht an den Nachbarn zu benötigen.

Besonders arglistig ist der sogenannte Enkeltrick: Mit den Worten wie "Rate mal, wer hier spricht" oder ähnlichen Formulierungen rufen die Betrüger bei Ihnen an, geben sich als Verwandte, häufig als Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird eine Notlage vorgetäuscht, wie beispielsweise ein Unfall, Auto-, Immobilien- oder Computerkauf. Sobald Sie sich bereit erklären, in der vermeintlichen finanziellen Notlage auszuhelfen, wird ein Bote angekündigt, der sich häufig mit einem zuvor vereinbarten Kennwort ausweisen und das Geld abholen soll.

Eine in letzter Zeit immer häufiger angewandte Methode der Betrüger ist es, sich am Telefon als Polizeibeamten oder Polizeibeamtin auszugeben. Im Gespräch wirken die falschen Polizeibeamten seriös und hilfsbereit und verängstigen ihre Opfer, indem sie zumeist vor fiktiven Einbrecherbanden warnen. Die Betrüger behaupten, das Geld und die Wertsachen in Sicherheit bringen zu wollen. Durch eine geschickte Gesprächsführung gelingt es ihnen, ihren Opfern sensible Daten zu ihrer Wohnsituation und ihren Vermögensverhältnissen zu entlocken und sie dazu zu bringen, ihnen freiwillig hohe Gelbeträge und Wertsachen zu übergeben.

Wie können Sie sich vor Trickbetrügern schützen?

  • Seien Sie Fremden gegenüber misstrauisch.
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung. Nutzen Sie Türsprechanlagen, Türspione und Türspaltsperren.
  • Lassen Sie sich von Amtspersonen immer einen Dienstausweis zeigen und prüfen Sie diesen genau. Sind Sie unsicher, wählen Sie die Notrufnummer 110 und fragen nach, ob es die Person wirklich gibt und ob sich diese tatsächlich bei Ihnen in der Gegend aufhalten könnte.
  • Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder Ihre Wohnsituation. Geben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände heraus. Die Polizei wird Sie niemals darum bitten.
  • Legen Sie den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Vergewissern Sie sich, ob die anrufende Person wirklich eine verwandte Person ist. Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Tragen Sie nur so viel Geld bei sich, wie Sie auch wirklich brauchen.
  • Zeigen Sie in der Öffentlichkeit nicht, dass Sie größere Geldbeträge bei sich haben.
  • Bezahlen Sie größere Beträge möglichst mit Scheck oder Überweisung.
  • Lassen Sie Ihre Handtasche oder Ihren Geldbeutel niemals unbeaufsichtigt.
  • Zögern Sie nicht, immer wenn Ihnen eine Situation seltsam vorkommt und Sie sich bedrängt fühlen, über die Notrufnummer 110 Hilfe zu rufen.
  • Wenn Sie etwas Verdächtiges beobachten, informieren Sie die Polizei über die Notrufnummer 110.

Und bei einem Raubüberfall?

  • Sollten Sie in eine gefährliche oder bedrohliche Situation kommen, rufen Sie "Hilfe" oder "Feuer". Auf "Feuer" reagieren Passanten meist schneller.
  • In bedrohlichen Situationen sollten Sie aber kein Risiko eingehen und im Zweifelsfall besser Ihre Wertsachen hergeben.

Tipps, wie Sie sich verhalten sollten, wenn etwas passiert ist:

  • Denken Sie immer daran: Ihre Gesundheit ist wichtiger als Hab und Gut.
  • Wenn Sie sich verfolgt fühlen, wenden Sie sich an Menschen in der Nähe oder klingeln Sie an der nächsten Haustür.
  • Rufen Sie laut um Hilfe und sprechen Sie Passanten gezielt an.
    Beispiel: "Sie im roten Pulli, helfen Sie mir bitte!"
  • Wenn Sie es sich zutrauen, wehren Sie sich sofort und ohne zu zögern. Mit Gegenwehr rechnen die wenigsten Täter.
  • Laufen Sie bei der erstbesten Gelegenheit weg.
  • Rufen Sie schnellstmöglich die Polizei. Sie erreichen sie über die Notrufnummer 110.
    Nur so kann eine Straftat verfolgt werden.
  • Versuchen Sie, sich den Tathergang und vor allem das Aussehen des Täters oder der Täterin einzuprägen (eventuelle Besonderheiten im Aussehen, in der Sprache oder bei Bewegungen).

Wenn Sie Opfer einer Straftat geworden sind, sprechen Sie mit einer verwandten, bekannten oder einer anderen Vertrauensperson darüber und erzählen Sie, was Ihnen passiert ist. Alternativ oder ergänzend gibt es verschiedene Opferschutzorganisationen, die Sie betreuen und unterstützen.

Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Innenministerium hat ihn am 07.07.2020 freigegeben.

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