Integration in unseren Gemeinden

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner unserer Gemeinden,

mit großer Betroffenheit haben wir die Nachricht von der unfassbaren Tat am Waghäuseler Bahnhof vernommen.

Unsere Solidarität gilt dem Menschen, der bei diesem Vorfall schwer verletzt wurde. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung; ihm und seiner Familie, den Angehörigen und Freunden viel Kraft, diesen entsetzlichen Vorfall zu bewältigen.

 

Auch einige Tage nach der erschütternden Tat sitzt die Fassungslosigkeit über das Ereignis noch immer tief – in den Köpfen sowie Herzen aller Menschen.

Zur Fassungslosigkeit kommen schnell auch Bestürzung und Wut. Und auch wir sind bestürzt und wütend darüber.  Aber wir glauben auch fest daran, dass die Erschütterung über diese Gewalttat uns in unserem Ansatz der Integration bestärken muss und keineswegs missbraucht werden darf, um Fanatismus und Gewalt auf unsere Straßen zu tragen.

Nach Waghäusel gilt also umso mehr:

Jeder muss (s)einen Beitrag leisten, gegen Diskriminierung aufzustehen und den Zusammenhalt zu stärken. Denn als Mitglieder einer sehr vielseitigen Gesellschaft zählt es zu unseren zentralen Aufgaben, unsere gemeinsamen Werte zu bekräftigen, für Humanität, Rechtsstaatlichkeit und Dialog aufzustehen.

Umso wichtiger ist es jetzt zusammenzustehen und aufzuklären, denn allein durch Aufklärung und Begegnung kann es uns gelingen, gegenseitig Vertrauen aufzubauen und auf diesem Weg jeder Form von Fanatismus und Gewalt den Nährboden zu entziehen.

Ihre

Gemeindeverwaltungen von Waghäusel und Oberhausen-Rheinhausen sowie Stadträtinnen und Stadträte und Gemeinderätinnen und Gemeinderäten aus beiden Gemeinden

   
 

Inklusion: Oberhausen-Rheinhausen

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Inklusion - Gemeinsam erleben

Im Heilpädagogischen Wohn- und Beschäftigungsverbund leben und arbeiten 44 Menschen mit einer geistigen Behinderung. Das Leben in und mit der Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen, war von Anfang an seit dem Einzug 2004, eine Bereicherung. Die Offenheit und Freundlichkeit im gemeinsamen Umgang kennzeichnet das Leben hier.

In der Arbeit der Hilfe für Menschen mit Behinderung, haben sich in den vergangenen 60 Jahren viele Dinge und Ansichten geändert. In den 80er Jahren entstand eine Bewegung, die sich Empowerment, also Befähigung nannte. Die zentralen Forderungen waren Teilhabe am Leben der Gesellschaft, Normalisierung und Selbstbestimmung.

Der Heilpädagogische Wohn- und Beschäftigungsverbund setzt sich dafür ein, dass die hier lebenden Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten, diese Werte umsetzen können. Ein Beitrag dazu ist das „Atelier“, in dem die Menschen arbeiten können, für die der Produktionsdruck in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung zu groß ist. Um alle Fähigkeiten und Interessen abdecken zu können, gibt es insgesamt fünf kleinere Ateliers in den Bereichen Bistro, Kreativ, Holzwerkstatt, Garten- und Landwirtschaft sowie eine kleine Gruppe. Das Atelier ist ein Modellprojekt, welches auch in Fachkreisen großen Anklang findet.

Zur Normalisierung gehört eine räumliche Trennung von Arbeitsplatz und Wohnen, ebenso wie kleine Wohneinheiten für bis zu acht Personen. Im Haupthaus leben vier Gruppen, weitere zwei Wohngruppen sind ausgelagert, jeweils eine in Rheinhausen und eine in Oberhausen, so dass der Heilpädagogische Wohn- und Beschäftigungsverbund in der ganzen Gemeinde präsent ist.

Diese ausgelagerten Wohngruppen und auch die relativ kleine Wohneinheit des Haupthauses sind besonders wichtig für die beiden aktuellen Leitbilder: Die Integration und die Inklusion.

Eine Aufgabe des Heilpädagogischen Wohn- und Beschäftigungsverbundes ist es ein Zuhause für erwachsene Menschen mit Behinderung zu sein und gemeinsam mit ihnen die Teilhabe an der Gesellschaft und die Selbstbestimmung zu leben. Durch regelmäßige Feste und Feiern hat jeder, der sich für die Arbeit und die Einrichtung interessiert, die Gelegenheit diese kennen zu lernen.

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